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Begrenzende Wahrnehmungsfilter auflösen – neue Möglichkeiten gestalten

Fotolinse

Unsere Erfahrung, die wir als Realität empfinden, wird durch unsere unbewussten Wahrnehmungsfilter erzeugt. Im Prinzip ist alles neutral, erst unsere persönliche Meinung gibt allem eine Bedeutung. Wir erleben die Welt durch unsere Anschauungen gefiltert.

Dazu gehören auch unsere antrainierten Vorstellungen von gut/richtig und schlecht/falsch. Was für den einen ganz toll ist, das ist für den anderen ganz schrecklich. Alle Entscheidungen werden nach diesem Prinzip getroffen. Um mehr Freiheit und Selbstbestimmung zu erreichen ist es wichtig deinen Mindset hinter deinen Erfahrungen zu erkennen.

Alle Meinungen und Einstellungen zum Leben werden in unserer Kindheit durch die Konditionierung unserer Bezugspersonen und unseres Kulturkreises gestaltet. Was wir dann in unserem späteren Leben erleben ist eine Reflexion unserer angenommenen Glaubensmuster aus der Vergangenheit. Das ist erstmal die Ausgangslage.

Begrenzende Wahrnehmungsfilter erkennen

Wenn wir neue, andere Erfahrungen in unserem Leben erleben wollen, dann müssen wir lernen die Grenzen unserer Muster zu sprengen. Ja, die Grenzen unseres momentanen Glaubens, was geht und was nicht geht. Vor allem, was nicht geht.

Wir erleben die Welt nur durch unsere Wahrnehmungsfilter,

die wir unbewusst übernommen haben. Dazu gehören alle

  • Meinungen
  • Weltanschauungen
  • religiöse Vorstellungen
  • Benimmregeln
  • Identifikationen
  • Rollenklischees
  • Bewertungen und vieles mehr…

Das alles, unsere frühkindliche Prägung, führt zu fixen Einteilungen in gut/richtig und schlecht/falsch. Diese Beurteilungen legen sich wie unsichtbare Filter vor unsere Wahrnehmung.

Durch diese eingefärbten Schichten sehen wir die Welt, das Leben, unsere Mitmenschen, einfach alles. Diese Filter blockieren auch jede andere Anschauung und Meinung. Sie halten uns von neuen Möglichkeiten der Realitätsgestaltung regelrecht ab. Du erlebst sie erst gar nicht.

Dabei gibt es unendliche Möglichkeiten die Dinge, die Welt und alles um dich herum zu betrachten. Was für den einen ganz schrecklich ist, das ist für den andern ganz toll. Ich würde zum Beispiel niemals mit einem Bunge-Seil um die Fußknöchel von einer hohen Brücke springen – andere fahren total darauf ab.

Unsere individuellen Vorlieben oder Abneigungen werden in unserem Gehirn (Mind) erzeugt. Jede Sichtweise, ob „positiv“ oder „negativ“, ist eine potentielle Lebenserfahrung. Ja auch die negative! Alles, was wir bejahen oder auch ablehnen. Das ist der Filter, durch den wir Entscheidungen treffen und unsere individuelle Lebenserfahrung erzeugen.

Um das Ausmaß unserer Filter zu verstehen, gibt es eine sehr einfache Übung. Wenn du auf einer Party bist oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist, dann beobachte deine Gedanken, wie sie sofort alles und jeden in die Schubladen deiner vorgefertigten Meinung platzieren. So kannst du deine Wahrnehmungs-Filter erkennen und sehen, wie schnell und automatisch du Etiketten verteilst.

Du bist der Schöpfer deiner Umstände – durch diese Filter. Sie wirken wie ein virtuelles Sieb. Es bleibt genau das hängen, was du für gut oder für schlecht definierst. Alle Entscheidungen werden nach diesem Prinzip getroffen:

  • Was fühlt sich für mich gut/richtig an?
  • Was fühlt sich für mich schlecht/falsch an?

Dabei ist dieses GUT oder SCHLECHT deine persönliche angenommene Meinung. Lese gern auch diesen Artikel GLÜCKSJUNKEE zur Ergänzung.

Instinktiv und unbewusst folgen wir wie ein braves Hündchen unseren tief abgelegten Überzeugungen und produzieren damit jeden Tag ein ähnliches Szenario. Wir wachen mit ähnlichen Gefühlen auf und wundern uns, dass es uns nicht besser geht. Solange wir das nicht durchschauen, nützt es nichts in ein anderes Land zu ziehen, weil es dort bessere Lebensbedingungen geben soll. Oder sich einen neuen Partner zu suchen. Wir werden in kürzester Zeit wieder da sein, wo sich unsere Überzeugungen aufhalten. Weglaufen hilft leider nicht. Wir nehmen unsere Filter immer mit.

Begrenzende Wahrnehmungsfilter wieder auflösen

Um mehr Freiheit im Leben zu erlangen, müssen wir unsere selbst gemachten Begrenzungen erst einmal erkennen wollen. In diesem Prozess gibt es keine Be- und Verurteilung. Es gibt keine Schuld – es gibt nur ERKENNEN. Erkennen, dass wir mit unserer unbewussten Konditionierung alles in unser Leben gezogen haben.

Schreibe dir auf einen großen Zettel alles ganz hemmungslos auf, was dir nicht passt. Das ist nur dein Zettel und du kannst ihn verstecken und später zerreißen. Kotz dich mal so richtig vor dir aus – schmeiß es hin – aufs Papier – raus aus dem Kopf. Ohne dir weitere Gedanken zu machen. Schreibe dir alles von der Seele – wirklich ALLES.

Nimm dir alle Zeit und durchforste dich, schaue ob du alles gefunden hast. Wie zum Beispiel:

  • ich bin eifersüchtig auf…
  • ich hasse dies, das, jenes…
  • ich habe nicht verziehen, dass dies und das passiert ist…
  • ich habe Angst vor…

Gehe ganz tief, das wird die Basis-Liste, um wirklich einmal von Grund auf deine Filter zu erkennen. Genau davor haben die meisten Leute Angst, aber du schaust dir jetzt ganz ehrlich in die Augen. Niemanden geht das was an… das ist nur DEINE Liste.

Alles, was du aufschreibst, existiert nur, weil du es in dein Leben eingeladen hast. Alles ist entstanden, weil du deinen Wahrnehmungsfilter, deine Aufmerksamkeit, darauf gerichtet hast. Die Quelle, dass diese Themen existieren, liegt in deinem persönlichen BEWUSSTSEIN. Wenn du das durchschaust, dann erkennst ab heute: Ich habe immer eine freie Wahl.

Jetzt ist die Zeit der Reflektion und des bewussten Neugestaltens

Das, was du auf deiner Liste stehen hast, ist ganz einfach nur das Ergebnis deines bisherigen Wahrnehmungsfilters, deiner bisherigen Konditionierung. Du kannst das ändern.

Du kannst jetzt die Themen von der Liste aufteilen. Es liegt an dir, welche Bedeutung du ihnen in Zukunft geben möchtest:

  • A) Dieses Thema wird keine weitere Bedeutung in meinem Leben mehr bekommen. Ich entziehe diesem Thema meine Aufmerksamkeit – Entlasse es, verzeihe dir und den Beteiligten und übergebe es wieder in das NICHTS, aus dem es gekommen ist.
  • B) Dieses Thema liegt mir am Herzen. Ich schaue mich nach einer Lösung um.

In beiden Fällen triffst du – und nur du – eine Entscheidung, was du in deinem Leben haben möchtest. Eine neue Entscheidung zu treffen ist schon aktives Handeln.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass wir andere Menschen nicht ändern können und auch nicht ändern sollen. Jeder hat einen freien Willen. Man kann nur sich und seine Einstellung ändern, nicht aber den anderen.

Der Prozess des Neugestaltens

beginnt bereits in dem Moment, wo du dir bewusst wirst, dass du deine Umstände mit deinen Meinungen gestaltest. Das Überprüfen deiner Wahrnehmungsfilter, die sich durch die Liste ergeben haben, ist Bestandteil des fließenden Neugestaltens. Wie das ganz genau geht, beschreibe ich sehr ausführlich in meinem Buch DENKMUSTER BESTIMMEN DEIN LEBEN.

Ich schreibe diese Artikel auf meinem BLOG und auch meine Bücher, weil ich möchte, dass du deine schöpferischen Möglichkeiten zu einer glücklichen und erfolgreichen Lebensgestaltung durchschaust und nützt. „Das Erkennen der Wahrheit macht uns frei!“ Frei um neue Entscheidungen treffen zu können.

Das schöpferische Prinzip kennt kein Gut oder Schlecht, es reagiert nur auf deine persönlichen Glaubensmuster.

Weiterführender Link von Manfred v. H. empfohlen:
Wahrnehmung der Wirklichkeit – Matrix unserer Realität

Solltest du meine Bücher bereits kennen, dann würde ich mich sehr über deine Meinung freuen. Auch bei Fragen stehe ich dir unten in den Kommentaren gern zur Verfügung.

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  1. Pingback: Alte Konditionierungen sprengen durch "Silent Subliminals" - Mind Redesign

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